Schwerpunktpraxis für internistische Rheumatologie040 35737960 · Beamtenlaufbahn 2, 22846 Norderstedt
Rheumatologie verständlich erklärt

Fibromyalgiesyndrom

Das Fibromyalgiesyndrom ist ein chronisches Schmerzsyndrom mit weit verbreiteten Schmerzen, Schlafstörungen und Erschöpfung, ohne dass eine entzündliche Gelenkerkrankung zugrunde liegen muss.

Definition

Fibromyalgiesyndrom ist ein chronisches Schmerzsyndrom mit weit verbreiteten Schmerzen, Schlafstörungen und Erschöpfung, ohne dass eine entzündliche Gelenkerkrankung zugrunde liegen muss.

Typische Beschwerden

Typisch sind Schmerzen in mehreren Körperregionen, nicht erholsamer Schlaf, Erschöpfung sowie Konzentrations- und Belastungsprobleme.

Ursachen und Krankheitsmechanismen

Die Beschwerden beruhen auf einer veränderten Schmerzverarbeitung. Es handelt sich nicht um eine entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankung.

Diagnostik

Die Diagnose wird klinisch gestellt. Eine angemessene Basisdiagnostik dient dazu, entzündliche, hormonelle und andere behandelbare Ursachen auszuschließen.

Differenzialdiagnosen

Abzugrenzen sind entzündlich-rheumatische Erkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen, neurologische und psychiatrische Erkrankungen sowie andere chronische Schmerzsyndrome.

Behandlung

Die Behandlung des Fibromyalgiesyndroms beruht auf einem ganzheitlichen Therapiekonzept. Im Vordergrund stehen regelmäßige körperliche Aktivität, individuell angepasste Bewegungstherapie, Patientenschulungen sowie psychologische Schmerzbewältigungsstrategien, vorzugsweise im Rahmen einer multimodalen Schmerztherapie. Eine multimodale Schmerztherapie kombiniert medizinische, physiotherapeutische, psychologische und verhaltenstherapeutische Behandlungsansätze mit dem Ziel, Schmerzen zu lindern, die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und den Umgang mit der chronischen Erkrankung zu erleichtern. Die Durchführung einer multimodalen Schmerztherapie erfolgt in der Regel nicht durch internistische Rheumatologinnen und Rheumatologen, sondern in spezialisierten schmerzmedizinischen Einrichtungen oder durch entsprechend qualifizierte Schmerztherapeutinnen und Schmerztherapeuten.

Was übernimmt unsere Praxis?

Die rheumatologische Praxis übernimmt häufig die Diagnosestellung, den Ausschluss entzündlich-rheumatischer Erkrankungen sowie die Einleitung der weiteren Behandlung.

Wann sollten Sie sich bei uns vorstellen?

Eine rheumatologische Abklärung ist vor allem sinnvoll, wenn das Beschwerdebild neu ist oder Hinweise auf eine entzündliche Systemerkrankung bestehen.

Weiterführende Behandlung

Je nach Diagnose und Organbeteiligung kann eine enge Zusammenarbeit mit Hausarztpraxis, Dermatologie, Orthopädie, Schmerzmedizin, Physikalischer und Rehabilitativer Medizin oder weiteren Fachgebieten erforderlich sein.

Häufige Fragen

Ist Fibromyalgie eine Entzündung?

Nein. Das Fibromyalgiesyndrom ist keine entzündliche Gelenk- oder Autoimmunerkrankung.

Wer führt die Behandlung durch?

Die multimodale Behandlung erfolgt in der Regel schmerzmedizinisch, rehabilitationsmedizinisch und psychotherapeutisch; die Rheumatologie dient vor allem der Differenzialdiagnostik.

Leitlinien und weiterführende Informationen

Aktuelle fachliche Empfehlungen finden Sie in der Leitlinienübersicht der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie. Ergänzend bieten unser Rheuma-Lexikon und die Übersicht zu Therapieformen eine verständliche Orientierung.

Wichtiger Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung. Sie ersetzen weder Diagnose noch Therapieentscheidung im persönlichen ärztlichen Gespräch.