Definition
Sjögren-Syndrom ist eine Autoimmunerkrankung, bei der vor allem Tränen- und Speicheldrüsen, teilweise aber auch weitere Organe betroffen sind.
Typische Beschwerden
Trockene Augen und trockener Mund sind häufig. Möglich sind außerdem Gelenkbeschwerden, Müdigkeit, Drüsenschwellungen oder Organmanifestationen.
Ursachen und Krankheitsmechanismen
Immunzellen greifen Drüsengewebe an. Die Erkrankung kann eigenständig oder zusammen mit anderen Autoimmunerkrankungen auftreten.
Diagnostik
Zur Diagnostik gehören Anamnese, Untersuchung, Autoantikörper, objektive Trockenheitstests und bei Bedarf weitere fachärztliche Untersuchungen.
Differenzialdiagnosen
Medikamentennebenwirkungen, hormonelle Ursachen, Dehydratation und andere Erkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen.
Behandlung
Die Behandlung orientiert sich an Beschwerden und Organbeteiligung: lokale Maßnahmen gegen Trockenheit, Prävention von Folgeschäden und bei systemischer Aktivität immunmodulierende Therapie.
Was übernimmt unsere Praxis?
Wir beurteilen, ob eine systemische Autoimmunerkrankung vorliegt, kontrollieren Organrisiken und koordinieren die Behandlung mit Augenheilkunde und Zahnmedizin.
Wann sollten Sie sich bei uns vorstellen?
Eine Abklärung ist sinnvoll bei ausgeprägter, anhaltender Trockenheit zusammen mit Autoantikörpern, Gelenkbeschwerden oder Drüsenschwellungen.
Weiterführende Behandlung
Je nach Diagnose und Organbeteiligung kann eine enge Zusammenarbeit mit Hausarztpraxis, Dermatologie, Orthopädie, Schmerzmedizin, Physikalischer und Rehabilitativer Medizin oder weiteren Fachgebieten erforderlich sein.
Häufige Fragen
Kann die Diagnose allein durch einen Blutwert gestellt werden?
Nein. Rheumatologische Diagnosen ergeben sich in der Regel aus dem Zusammenspiel von Beschwerden, Untersuchung, Labor und gegebenenfalls Bildgebung.
Ersetzen diese Informationen eine Untersuchung?
Nein. Die Inhalte dienen der Orientierung und können eine persönliche ärztliche Beurteilung nicht ersetzen.
Leitlinien und weiterführende Informationen
Aktuelle fachliche Empfehlungen finden Sie in der Leitlinienübersicht der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie. Ergänzend bieten unser Rheuma-Lexikon und die Übersicht zu Therapieformen eine verständliche Orientierung.